Lesedauer: ca. 5 Minuten Thema: Agenten & Assistenten
Auf die Plätze … Fertig … Kleinkram machen!
Stell dir vor, es ist Dienstagvormittag. Du hast gerade ein richtig gutes Kundengespräch geführt. Voller Energie, voller Ideen. Du weißt genau, was zu tun ist.
Du setzt dich an den Schreibtisch. Und fängst an, das Gesprächsprotokoll zu schreiben. Drei Mails formulieren, die alle dasselbe sagen, aber für jeden Adressaten nur ein bisschen anders aufbereitet. Ein Social-Media-Post sollte auch noch raus. Und zwischendurch noch schnell die Kernaussagen aus der 20-Seiten-Ausschreibung rausfischen, die der Kunde gerade geschickt hat.
Zack! Zwei Stunden weg. Samt der Energie aus dem Gespräch. Für Dinge, die du kannst — die aber kein Mensch gerne macht.

Es sind nicht die grossen Challenges, die uns die Energie rauben …
Es ist der ganze Rest an Kleinkram.
Du bist gut in dem, was du tust. Das ist nicht die Frage. Die Frage ist: Wie viel von dem, was du jeden Tag tust, hat wirklich mit deinem Können zu tun?
Du bist Einkäuferin und verbringst den halben Freitag damit, aus deinen Gesprächsnotizen ein Protokoll zu machen — obwohl du die Erkenntnisse längst im Kopf hast. Du führst ein Team und schreibst jeden Montag eine Sprint-Zusammenfassung, seit zwei Jahren, jedes Mal 45 Minuten. Du bist selbstständig und sitzt vor dem leeren LinkedIn-Bildschirm: Was soll ich noch sagen, was ich nicht schon zehnmal gesagt habe?
Das alles sind keine schweren Aufgaben. Aber sie fressen genau die Stunden und Energiekörner, die du für das bräuchtest, was dich wirklich weiterbringt.
Es sind nicht die Aufgaben, die dich erschöpfen. Es ist, dass sie alle gleich wichtig aussehen — obwohl sie es nicht sind.
Es geht darum, zu sortieren.
Hier ist der Denkfehler, den fast alle machen: Sie fragen sich, was KI alles kann. Und dann ertrinken sie in Möglichkeiten. Die bessere Frage ist viel persönlicher: Was davon gehört wirklich zu mir — und was nicht?
FLIEGEN. Es gibt Aufgaben, die du machst und die sich anfühlen wie fliegen. Wo du im Flow bist, wo die Zeit verschwindet, wo am Ende etwas Gutes dasteht. Das ist dein Talent bei der Arbeit. Das gibst du nicht ab. Niemals.
LERNEN. Es gibt Aufgaben, die dich interessieren, die du aber noch besser machen könntest. Vielleicht willst du lernen, wie man bessere Angebote schreibt, oder wie du deine Workshops anders strukturierst. Da ist KI keine Ersatzfrau — da ist sie deine Sparringspartnerin. Du machst es selbst, aber mit Rückenwind.
WEG DAMIT. Und dann gibt es den ganzen Rest. Dinge, die eben gemacht werden müssen. Protokolle. Zusammenfassungen. Routine-Mails. Social-Media-Entwürfe. Kram, den du weder gut kannst noch gerne machst.
Die nimmst du vom Tisch. Nicht irgendwann. Jetzt.

So fühlt es sich an, wenn es funktioniert
AGENT FÜR PROTOKOLLE. Claudia ist Unternehmensberaterin. Freitagnachmittag war für sie früher „Protokoll-Hölle“ — drei Gesprächsprotokolle schreiben, jedes Mal eine Stunde. Heute nimmt sie ihre Gespräche auf, und ein KI-Agent erstellt daraus ein Protokoll mit Kernpunkten und nächsten Schritten. Sie liest es durch, korrigiert — und hat den Freitagnachmittag frei.
AGENT FÜR BERICHTE. Martina leitet ein Team von acht Leuten. Ihr Montags-Update an die Geschäftsführung hat sie jede Woche 45 Minuten gekostet. Jetzt füttert sie die wichtigsten Punkte laufend in einen Agenten, der daraus am Freitag einen Bericht in ihrem Stil macht. Sie checkt ihn in zehn Minuten. Fertig.
AGENT FÜR ZIELGRUPPEN-SPRACHE. Lisa ist selbstständige Grafikdesignerin und hasst es, über sich selbst zu schreiben. Ihre LinkedIn-Posts waren ein Krampf. Jetzt gibt sie ihrem KI-Assistenten ihre letzten Projektbeschreibungen und sagt: Mach mir drei Varianten, kurz, in meinem Ton. Sie sucht sich eine aus, passt zwei Wörter an — und postet.
Keine der drei hat aufgehört zu arbeiten. Alle drei arbeiten jetzt an dem, was sie wirklich gut können. Der Rest läuft.

Drei Fragen für deinen nächsten Montag
Du brauchst kein neues Tool, um damit anzufangen. Nur einen ehrlichen Blick auf deine letzte Woche.
Was hat mich diese Woche in den Flow gebracht? Das ist dein Talent-Bereich. Das bleibt bei dir.
Was habe ich gemacht, obwohl es mich jedes Mal nervt? Das ist deine „Weg damit“-Liste. Genau hier können Agenten übernehmen.
Was würde ich mit zwei freien Stunden pro Tag anfangen? Das ist dein Warum für den Agentinnen-Modus.
Agentinnen-Modus heißt: Du machst Nur mehr das Richtige.
Und wenn du das nicht alleine sortieren willst?
Genau darum geht es beim nächsten Practice.DAI. Ein ganzer Tag, an dem du herausfindest, welche Aufgaben du wirklich abgeben willst. Und wie du das konkret umsetzt. Mit deinen echten Aufgaben und reichlich Zeit zum Finden deiner KI-Routine.
195 € einmal. Kein Abo. Kein Trara. Insgesamt 9 Plätze, damit wir gut voneinander ernten können.

